Unsere Erfahrungen mit dem Internet und damit mit einem Internet-Provider begannen in der Zeit, als die Online-Dienste noch BTX hießen. Bevor wir aber zu den Einzelheiten kommen, noch wenige Vorbemerkungen.

Diese Erfahrungen enthalten Aussagen zu

Ursprünglich hatten wir das Ziel, möglichst einen Provider zu finden bei dem wir alles aus einer Hand bekommen und mit M-Net meinten wir auch einen Provider gefunden zu haben, bei dem auch die Service-Qualität stimmt. Allerdings stellte sich heraus, dass bei der heutigen Vielfalt der Online-Services wahrscheinlich ein Anbieter gar nicht in der Lage ist, auf allen Gebieten gut bis sehr gut sein zu können und M-Net benennt auch selbst die eigenen Schwerpunkte, bzw. die Schwachpunkte. (Zum Thema Spezialisierung und Vielfalt habe ich vor Jahren auf einer Fachtagung mal das schöne Beispiel aus der Evolution mit der Ente gehört, sie kann für einen Vogel viel - laufen, fliegen, schwimmen und tauchen - aber nichts kann sie wirklich gut.) Da M-Net sich gar nicht bemüht, zum Thema Web-Provider sehr gut sein zu wollen, war hier über kurz oder lang ein Wechsel angeraten. Damit ist obiges Ziel wieder in weitere Ferne gerückt.

Womit soll man in solch einem Erfahrungsbericht beginnen, mit den aktuellen Erfahrungen oder soll man der Reihe nach vorgehen? - Wir haben uns für die umgekehrte Reihenfolge entschieden, denn das Aktuelle interessiert doch meist zuerst.

Bei meinen Erfahrungen zu diesem Thema kann ich auf einen besonderen Glücksfall zurück greifen, denn meine Themen im Beruf und die privaten Interessen liefen hier praktisch zusammen. So sind in diese privaten Erfahrungen auch viele Erkenntnisse aus der beruflichen Tätigkeit eingeflossen und diese Erfahrungen sind nicht unbedingt die eines Laien, sondern tendieren eher zu denen eines Spezialisten.

Und noch etwas: Auch hier gilt, solch einen Erfahrungsbericht stets aktuell zu halten ist eine aufwändige Angelegenheit, weswegen einige Passagen in der Vergangenheit (mit Zeitbezug) geschrieben wurden, die eigentlich aktuell sein sollten.

Unser aktueller Web- und E-Mail-Hosting-Provider Domainfactory

Vom Oktober 2008 bis zum Frühjahr 2011 waren wir ausschließlich bei M-Net, wobei M-Net sowohl unser Internet-, E-Mail-, Web-, als auch Telefonie-Provider war. Im Rahmen eines kleinen Projektes für einen Verein wollte ich auch einen Internet-Provider vorschlagen und begab mich auf die Suche. Dazu findet man im Internet Einiges, ich empfand die Informationen von Webhostlist als eine gute Starthilfe, auf deren Basis man vertiefende Vergleiche vornehmen kann. Insgesamt hatte ich ca. 10 Web-Provider in die engere Wahl gezogen und dann Domainfactory gewählt. Privat sind wir dann im Frühjahr 2011 zu Domainfactory gewechselt, als wir begannen, uns ernsthafter mit dynamischem Web zu befassen.

Bei dieser Wahl war wohl ausschlaggebend, dass sich das Web-Angebot durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnet, sehr detailliert strukturiert ist und man sich fast alle denkbaren Optionen wie aus einem Baukasten wählen kann. Wir hatten uns für MyHome Plus, dem damaligen Basispaket mit dynamischen Inhalten entschieden und inzwischen auf ManagedHosting aktualisiert. Wir bezahlen derzeit etwas mehr als 5 € pro Monat und haben jeweils 25 Giga-Byte für die Webpräsenz und die E-Mail-Nutzung, sowie 2 MySQL-Datenbanken und eine Test- und eine produktive Domain dabei. Auch das Kundenmenü ist sehr gut und sehr detailliert strukturiert - man findet sich trotzdem gut zurecht - und Domainfactory arbeitet nach unseren bisherigen Erfahrungen sehr Kunden- und Service-orientiert. Bisher sind wir mit dieser getroffenen Entscheidung sehr zufrieden und auch der Wechsel der Webpräsenz von M-Net zu Domainfactory erfolgte ohne Probleme. Auch die Beratung bei beiden Providern im Vorfeld des Wechsels war gut, denn im Detail gibt es doch mal die eine oder andere Frage.

Überrascht waren wir, wie breit die Palette der von Domainfactory zusätzlich angebotenen Services, insbesondere die Software, ist. Sie umfasst sowohl vorinstallierte Anwendungen, wie z.B. ein weitgehend frei gestaltbares Kontaktformular oder einen Besucherzähler als auch eine große Palette von OpenSource-Softwarepaketen. Diese sind entweder gleich Bestandteil des Angebotes oder können praktisch auf Knopfdruck in die eigene Webpräsenz hinein installiert werden, wie z.B. PHP, MySQL, Joomla! oder Coppermine (Bildergalerie).

Bestandteil des Angebotes von Domainfactory ist auch der E-Mail-Service, den wir inzwischen als Standard für unsere beiden Domains (eine als Weiterleitung von M-Net zu Domainfactory) nutzen. Insgesamt können wir Domainfactory aus unseren Erfahrungen heraus als Webhoster nur empfehlen und tun dies gern und aus freien Stücken.

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Unser Telefon- und Internet-Provider M-Net

Mit M-Net hatte ich in meinem früheren Arbeitsprozess schon langjährig sehr gute Erfahrungen und auch Arbeitsbeziehungen gepflegt, deshalb wären wir privat auch gern früher zu M-Net gewechselt. Die Services waren einerseits erst relativ spät an unserem Wohnort verfügbar, andererseits waren im Vorfeld auch die Kündigungsfristen bei 1&1 zu berücksichtigen. So hätten wir gern bereits 2007 gewechselt, konnten aber wegen der Kündigungsfristen bei 1&1 erst zum Oktober 2008 wechseln und beauftragten diesen Wechsel bei M-Net im April 2008 (nicht ohne vorher bei 1&! rechtzeitig gekündigt zu haben). Der Wechsel wurde im Oktober planmäßig vollzogen und seitdem nutzen wir als Internet-Zugang eine Fritzbox von AVM Fritz!Fon W-LAN 7050 bis 2015. Im Herbst 2015 beauftragten wir eine Tarif- und Technologieanpassung, die aber erst nach einem Fehlversuch im Januar 2016 so umgesetzt wurde, wie beauftragt. Seitdem nutzen wir eine Fritz!Box 7490, die von M-Net in Fernwartung aktualisiert wird. Allerdings hat die Netzqualität bei M-Net deutlich abgenommen und es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass wir, wenn sich da nicht bald etwas ändert, wieder zur Telekom wechseln?

Mit dem Wechsel zu M-Net wurden sowohl die Services bei 1&1, als auch die Telefonservices bei der Deutschen Telekom endgültig beendet.

Mit den Services und der Service-Qualität bei M-Net sind wir zufrieden, auch das Kundenmenü ist gut strukturiert, übersichtlich und leicht zu bedienen. (Es wird wohl aktuell an einem neuen Kundenmenü gearbeitet, ob es eine wirkliche Verbesserung bringen wird?) Allerdings entspricht das Service-Spektrum nicht mehr ganz unseren Anforderungen. M-Net machte nie einen Hehl daraus, dass sie sich vordergründig nicht als Web-Provider sehen, bieten aber Speicherplatz für die Web-Präsentation an. Allerdings waren dafür Mitte 2010 vom Standard nur 200 M-Byte vor gesehen und 100 M-Byte mehr Speicherplatz kosteten 9 € im Monat. Ein Weg zu einer Verbesserung konnte nicht aufgezeigt werden, so war ein Wechsel beim Web-Provider angesagt.

Mit dem Ende meines aktiven Arbeitsprozesses waren auch private Mobilfunkservices zu organisieren (vorher konnten sie über den Arbeitgeber mitgenutzt werden). Auch hier haben wir uns für M-Net entschieden und es gab längere Kündigungszeiten. Inzwischen ist der Wechsel vollzogen. Die mobile Internet-Nutzung erfolgt über die Smartphones, bzw. PDAs, beim Notebook über einen USB-Stick von M-Net.

Internet-Telefonie gibt es bei M-Net nicht und es war auch nicht absehbar, wann oder ob es mal kommen soll. M-Net hat noch im Jahre 2010 mit der Sprachqualität von ISDN "geworben".

Für das Komplettpaket mit asymmetrischem DSL bis 6 Mbps gibt es einen Festpreis mit variablen Komponenten (Mobilfunk). Die Gesamtkosten bei M-Net betragen im Monat um die 50 € für die Telefonie und das Internet. Bei sehr hohem Telefonie- oder Mobilfunkaufkommen können sie auch mal darüber liegen und bis um die 70 € steigen. Dies scheint uns insgesamt ein guter Preis zu sein und deutlich darunter kommt man wohl nicht.

Optional kann die Bandbreite noch erhöht werden und inzwischen wird auch ein symmetrischer DSL-Service über Glasfaser angeboten, unser Wohnort ist aber noch nicht erschlossen, bzw. am Netz.

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1&1

Vom Sommer 2002 bis zum Herbst 2008 nutzten wir die 1&1-Services. Dort enthalten ist auch eine Selbstdarstellung der Chronik von 1&1.

Am Anfang waren wir durchaus vor allem von der Innovationsfähigkeit begeistert. Das Online-Kundenmenü mit der Vielfalt und dem Eingehen auf die verschiedenen Erfordernisse war für uns etwas völlig neues und auch die Internet-Telefonie begeisterte. So liebäugelte ich zwischenzeitlich sogar damit, ein 1&1-Verkäufer zu werden. Als ich dann aber mal die eine oder andere Frage hatte, war ich von der Service-Qualität sehr enttäuscht. Vielleicht lag es auch nur daran, dass das Unternehmen sehr schnell gewachsen ist und die damit gewachsenen Anforderungen an die Service-Qualität nicht mithielten. Jedenfalls führte dies dazu, zu M-Net zu wechseln und auch dazu, dass ich heute 1&1 nicht mehr empfehle.

T-Online, bzw. Telekom und BTX

Unsere ersten Online-Erfahrungen sammelten wir Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts noch mit BTX. Zu diesem Zeitpunkt war die Deutsche Telekom noch der einzige Telefonieanbeiter in Deutschland(die Liberalisierung des Telefoniemarktes erfolgte erst 1998). Auf dem Gebiet der Online-Dienste gab es aber mit AOL und 1&1 bereits relativ bekannte Konkurrenz. Relativ schnell zeigte sich, dass BTX gegen das Internet keine Zukunft haben wird. Weder von der Servicequalität noch von der Innovationsfähigkeit konnte T-Online, bzw. die Telekom damals mit ihren Services punkten. Auch waren die technischen Versuche der Bandbreitenerhöhung durch Bündelung von ISDN-Kanälen nicht sehr erfolgreich. Das besserte sich erst mit den DSL-Angeboten. So beauftragten wir im Sommer 2002 TDSL und wechselten zu 1&1, blieben aber mit den Telefonie-Diensten und TDSL vorerst bei der Telekom (ein Komplettangebot von 1&1 zu Internet und Telefonie kam erst 2007).

Heute hat sich die Situation bei der Telekom deutlich gewandelt, aber von eigenen, aktuellen Erfahrungen mit der Telekom kann ich nicht berichten, das Angebot Entertain ist zumindest innovativ und die Servicequalität soll sich auch verbessert haben.

Online-Speicherplatz (bei MyDrive)

Heute gibt es vielfältige Angebote, wo man seine Daten im Internet zu den verschiendensten Zwecken ablegen kann. Ich denke da z.B. vor allem an Microsofts Windows Live oder an Googles Picasa, aber auch an die sozialen Netze und die verschiedensten Angebote, wo Speicherplatz einfach so nebenbei (vielfach auch als zeitweiliges, kostenfreies Lockangebot) enthalten ist. Um mit Freunden Daten auszutauschen braucht man aber nicht unbedingt Mitglied in einem sozialen Netz zu sein, es gibt auch kostenfreien und wirklich guten, freien Speicherplatz. Ein Angebot, mit dem wir inzwischen über Jahre sehr gute Erfahrungen gesammelt haben, ist das von MyDrive aus der Schweiz, bei dem 2 G-Byte kostenfrei sind. Es ist so einfach gehalten, dass es auch für Laien gut zu bedienen und zu verstehen ist und man kann die Benutzungsrechte gemäß den Erfordernissen konfigurieren, einfach empfehlenswert.

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